Ein Klassiker unter den Tinten: die Lamy blau. Sehr viele haben diese schon benutzt. Man kennt sie. Und genau das ist ein Grund warum diese Tinte hier nicht fehlen darf.

Tdm lamy blau t52

Ein wirklicher Klassiker. Lamy blau. Viele haben diese Tinte in der Schule genutzt. Sei es nun in der Patrone oder eben aus dem Tintenglas. Hier ist die Version “T52” im Test. Das T52 gibt dieses besondere Tintenfass an. Aber dazu später mehr. Diese Tinte zählt sicherlich zu einen der Schultinten schlechthin.

Die Farbkarte

Tdm lamy blau t52 karte

Die Farbkarte zeigt deutlich den typischen Blauton dieser Tinte. Sie zeigt auch wie die Tinte durchaus ein dunkel und hell hinbekommt. Gerade mit der Glasfeder, wenn mal viel, und mal wenig Tinte kommt.

Das Formular

Das Formular zeigt einen wichtigen Punkt sofort: diese Tinte ist mit einem Tintenlöscher zu löschen. Was natürlich auch in der Schule gewünscht ist. Diese Tintenlöscher funktionieren ja fast nur bei blauer Tinte wie gewünscht. Und das ist hier natürlich der Fall. Wie aber fast immer: es bleibt ein Schatten der originalen Schrift vorhanden.

Interessanterweise verwischt die Tinte bei einem Wassertropfen fast noch besser. Der zurückbleibende Schatten ist teilweise geringer. Dafür hat man halt die typischen Spuren eines Tropfens.
Generell kann man sagen, das diese Tinte gegenüber Flüssigkeiten nicht sehr resistent ist. Auch mit nassen Fingern lässt sich die Tinte hervorragend verwischen, auch wenn da noch genug zum Lesen des Textes bleibt.

Ansonsten ist die Tinte sehr gutmütig. Sie zeigt kein deutliches Ausfransen und kein Durchbluten. Auch auf schlechten Papieren schlägt diese Tinte sich hier sehr gut. Wiederum: ideal für die Schule. Denn hier muss die Tinte auf allen möglichen Papieren genutzt werden. Oft wird ja leider keinerlei Gedanken an die Papierqualität “verschwendet”.

Was mir im Fließtext ein wenig fehlt, ist ein deutlicheres Shading in der Schrift. Sie wirkt allgemein eher sehr gleichmäßig. Beim genaueren Betrachten sieht man natürlich schon ein Shading. Aber es fällt nicht so sehr auf. Es ergibt eher ein einheitliches Bild. Es fehlt mir die “Spannung” durch das Shading.

Fazit

Diese Tinte ist sicherlich nicht umsonst eine typische Schultinte. Sie zeigt die Eigenschaften die man in der Schule von einer Tinte erwartet und erhofft. Sie ist sehr unkompliziert auf nahezu allen Papieren, sie ist “korrigierbar” und gibt sich allgemein als sehr gutmütig.

Aber das macht sie meiner Meinung nach auch ein wenig langweilig. Vielleicht bin ich ein wenig voreingenommen. Ich bin nicht der Fan vom typischen Schulblau. Aber das liegt eben auch an diesem einheitlichen, spannungslosem Erscheinungsbild. Das soll die Tinte in keiner Weise abwerten.
Diese Tinte hat nicht nur eine Berechtigung in der Tintenwelt, sie ist sogar sehr wichtig. Gerade im Schulbetrieb.

Für Menschen, die gerne mit Füllern schreiben, denke ich gibt es spannendere Tinten. Aber auch hier kann diese Tinte mal wieder den Blick für andere Tinten schärfen.

Einen Kommentar muss ich aber noch zu der hier verwendeten T52-Variante loswerden. Die Tinte kommt in drei Varianten: T10, T51 und T52. Und soweit ich weiß, ist hier nur die “Verpackung” unterschiedlich. T10 ist die Tintenpatrone von Lamy (mit dem typischen Lamy-“Anschluss”).  T51 ist ein 30 ml Tintenfass, und T52 ist das 50 ml Tintenfass.

Beide Tintenfässer sind so geformt das sich selbst bei einem geringen Tintenstand noch gut einen Füller befüllen lässt. Sie haben ein kleines Sammelbecken in der Mitte. Und bei der T52 ist noch ein Plastikring an der Basis. Der Inhalt: Löschpapier. Dieses ist perforiert so das man 5 cm Streifen Löschpapier abreißen kann. Das ist natürlich ein nettes extra. Und man muss sagen das hier auch nicht gerade mal nur zwei oder drei von diesen Streifen hat, sondern wir reden von mehr als zwei Meter.

Zusatz

Wer genau im Formular hinschaut, erkennt bei Stift 2 nun einen anderen Stift als bisher. Anstelle des Pelikan Celebry in B verwende ich nun einen Pelikan Pura in B. Leider hat der Celebry seine bisher harmlosen Macken verstärkt und ist nun nicht mehr wirklich nutzbar. Laut Pelikan ist die Feder des Pura sehr gut mit der des Celebry zu vergleichen. In sofern sollte sich diesbezüglich kein Unterschied ergeben. Zukünftig werde ich daher den Pura anstelle des Celebry verwenden.

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Zuletzt aktualisiert am 13. April 2024 um 2:21 . Ich weise darauf hin, dass sich der hier angezeigte Preise inzwischen geändert haben könnte. Alle Angaben ohne Gewähr.

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Tinte des Monats ist eine Beitragsreihe, in der jeden Monat eine andere Tinte vorgestellt wird. Durch die immer gleiche Ausführung dieser Vorstellung soll ein Vergleich der Tinten erleichtert werden.

Author

Ein Freak von Füller, Papier, Tinten und anderen Stiften. Aber ein wenig verrückt muss man ja sein. Sogar so verrückt, dass es mittlerweile einen YouTube-Kanal gibt. Schau doch einach mal rein.

1 Comment

  1. Aufgrund meiner Erfahrungen mit Füllhaltertinten möchte ich zunächst feststellen, dass das Lamy-Tintenfass mit seinem mittigen Sammelbecken zu den am zweckmäßigsten gestalteten Gläsern gehört, die mir bekannt sind. Auch wichtig für mich ist, dass der Behälter aus Glas ist mit solidem Verschluss und nicht aus Kunststoff. In Kunststoffbehältern gelagert Tinte verflüchtigt sich bald ,auf welchem Weg auch immer. Man kennt das von Tintenpatronen her.
    Die blaue Lamy-Tinte ist unkompliziert und fließt praktisch in jedem Füllhalter, was man von anderen Tinten nicht sagen kann, so meine Erfahrungen. Und je teurer die Tinte war, um so größer können die sich anschließenden Probleme werden. Gelegentlich musste ich nach dem Tintenkauf den geeigneten Füller suchen bzw. nachkaufen. Das kann u.U. ins Geld gehen. Die Lamy-Tinte hat einen einigermaßen verträglichen Preis.
    Ich schätze das Schreiben mit Füllern, weil ich so meine Gedanken schnell und spontan aufs Papier bringen kann, bevor ich sie wieder vergessen habe. Und ich entwickle dabei andere Gedanken, als bei der Benutzung eines billigen Einwegkugelschreibers, abgesehen von Nachhaltigkeitsüberlegungen.
    Die hier im Artikel erwähnte Farbsensibilität bezüglich der Blautöne besitze ich nicht. Meine Schulzeit ist auch schon länger her. Nach Farbtonnuacen z.B. zwischen Lamy blau, Parker königsblau/blau und Pelikan 4001 königsblau muss ich suchen. Wenn mich jemand als farbenblind bezeichnet, stört es mich nicht.
    Zu Beginn der Corona-Epidemie hatte ich mir angewöhnt, täglich kurze Aufzeichnung zum Tagesgeschehen zu machen. Innerhalb von ein paar Tagen war ein Fass Lamy blau (50ml) leer geschrieben. Dank an den Hersteller für die Bereitstellung dieser unkomplizierten und guten Tinte! Es ist für mich eine echte Arbeitstinte.

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