Tinte des Monats

Seit 2017 stelle ich hier im Blog jeden Monat eine andere Tinte vor. Denn die Welt der Füllertinten ist groß.

Und die selbe Tinte hat in unterschiedlichen Füllern ein anderes Erscheinungsbild. Das hängt davon ab wie groß der Tintenfluss des Füllers ist, und wie breit die Feder. Damit für euch diese Vorstellung der Tinte vergleichbarer ist wird jede Vorstellung im Rahmen der „Tinte des Monats“ hier in immer der gleichen Weise getestet und präsentiert.

Zum einen erstelle ich auf einer Karteikarte einen einfachen kleinen Test. Solche Karteikarten eignen sich übrigens perfekt wenn man selber  ein kleines Archiv mit seinen Tinten anlegen will.
Und zum zweiten habe ich ein Formular erstellt in dem die Tinte ein klein wenig intensiver getestet und vorgestellt wird.

Tintenübersicht

Hier könnt ihr alle bisher vorgestellten Tinten des Monats betrachten, oder nach Farbe wählen:

tdm gruen - Tinte des Monatstdm violett - Tinte des Monatstdm rot - Tinte des Monats
grün violettrot
tdm blau - Tinte des Monatstdm braun - Tinte des MonatsSchwarze Tinte
blaubraunschwarz

Erklärung des Vorgehen

Die Farbkarte

Die Farbkarte ist ein ideales Mittel um sich selber ein kleines Archiv seiner eigenen Tinten anzulegen. Man kann die Farbkarte bequem jederzeit zur Rate ziehen, wenn man gerade mal nicht weiß welche Tinte man verwenden will.

Hier ist die Farbkarte wie folgt aufgebaut:

  • als Überschrift der Name der Tinte, geschrieben mit der Tinte und einer Glasfeder.
  • dadrunter ein Tinten-Swab. Also eine kleine Übersicht über die verschiedenen Deckungsgrade der Tinte
  • rechts davon eine kleine Übersicht von einfachen Schreibübungen und Strichen bzw. Kreuzen, geschrieben mit einer Glasfeder.

Super5 iNK Dublin - Farbkarte

Gerade durch den Tinten-Swab und die Schrift geschrieben mit der Glasfeder bekommt man, meiner Meinung nach, eine guten Eindruck davon wie die Tinte schreibt in unterschiedlicher Stärke des Tintenflusses. Denn die Glasfeder lässt nun mal mit der Zeit im Tintenfluss nach.
Und der Tinten-Swap, gerne mit einem Q-Tip oder einem Papierstreifen aufgetragen, zeigt direkt wie die Tinte sich verhält wenn mal mehr oder eben weniger Tinte auf das Papier fließt.

Die Farbkarten sind übrigens zur besseren Nachvollziehbarkeit immer auf Karteikarten von Exaclair geschrieben. Denn das Papier ist ja auch ein Faktor bei der Beurteilung der Tinte, und meinen Erfahrungen nach sind die Exaclair-Karteikarten da sehr gut. Sie lassen die Tinte nicht verlaufen und lassen Sie nicht durchbluten.

Das Formular

Das Formular soll euch eine noch bessere Beurteilung der Tinte geben. Denn die reine Beurteilung des Aussehen ist wichtig, aber manchmal interessiert einem dann doch noch ein wenig mehr. Und damit all die interessanten Fakten noch für alle Tinten gleich getestet werden, gibt es dieses kleine Formular. Und nicht nur das Formular, sondern ich benutze immer die gleiche Ausstattung zum Ausfüllen.
Zum einen die beiden Füller:

  • Mit einer M-Feder der Lamy Safari
  • Mit einer B-Feder der Pelikan Celebry Pura

Der Lamy Safari ist vielen nicht nur ein Begriff, sondern sie sind auch im Besitz dieses Füllers. Und selbst wenn nicht kennen viele das Schriftbild der Feder. In sofern ist diese Wahl sicherlich für viele sehr praktisch.1

Und auch wenn der Pelikan Celebry nun kein aktueller Füller ist, und vielen sicherlich auch noch unbekannt ist, so ist es doch eine typische Pelikan-Feder, in diesem Fall aus Edelstahl. Und diese sind dann doch recht bekannt. Als kleiner Kontrast zur M-Feder dann hier als B-Feder.

Da der Celebry leider eine bereits vorhandene Macke ausgebaut hat und nicht mehr gut schreibt wurde dieser nun ausgetauscht. Ich habe mich auf die Suche nach einer möglichst identischen Feder mit möglichst identischem Schreibverhalten begeben. Und auch bei Pelikan ist man der Meinung das der Pura hier sehr gute Dienste leisten wird. In sofern kommt nun anstelle des Pelikan Celebry ein Pelikan Pura zum Einsatz. Wie gehabt mit einer B-Feder.

Beides sind übrigens Patronenfüller, die von mir bei Tinten aus dem Tintenfass2 mit dem passenden Konverter betrieben werden.

Selbstverständlich werden beide Füller ausgiebig zwischen den Tests gereinigt.

Das Formular selber besteht aus den folgenden Feldern:

  • der Angabe der Tinte, geschrieben in der Tinte
  • dem Datum des Tests, denn auch Tintenzusammensetzungen können sich leider ändern.
  • den Angaben zu den verwendeten Füllern und dem Papier (ist zwar immer gleich, aber so haben wir das noch mal erwähnt)
  • Textausschnitt  geschrieben mit der M-Feder
  • Textausschnitt geschrieben mit der B-Feder
  • Trocknungszeit der Tinte. Nicht nur für Linkshänder eine wichtige Information
  • Feathering: Das Ausfransen der Tinte. Hier ist zwar das Papier ein großer Faktor, da aber das Papier immer gleich ist, ist ein Vergleich möglich.
  • Bleedthrough: Das Durchbluten der Tinte durch das Papier. Auch hier Vergleichbar da immer das gleiche Papier genutzt wird. (Nur auf der Rückseite sichtbar 😉 )
  • Water drop: Wie reagiert die Tinte auf einen Wassertropfen.
  • Wet Smear: Wie reagiert die getrocknete Tinte darauf wenn man mit einem feuchten(!) Finger über sie wischt.
  • Ink eraser: Wie reagiert die Tinte auf einen Tintenlöscher
  • Ein Tinten-Swab, mit gefaltetem Papier aufgetragen

TDM-Formular Super5 iNK Dublin

Farbtreue

Ein großes Problem bei dem Präsentieren von Tinten über den Computer ist die Farbtreue. Denn wie eine Farbe bei dem eigenen System dargestellt wird hängt von mehreren Faktoren ab. Und diese kann man leider nicht von außen beeinflussen. Das sind zum Beispiel die Bildschirmhelligkeit, -farbe etc. Allerdings auch schon der Monitor an sich und Einstellungen im Betriebssystem. Die echte Farbe kann daher immer von dem abweichen was man auf dem Bildschirm sieht.
Ich versuche hier die Farbe der Tinte bestmöglich zwischen dem kalibrierten Monitor hier und dem Original abzugleichen. Da die Aufnahmegeräte, vor allem mein Scanner, auch noch ein Punkt in der Farbtreue mitspielt, kann es vor allem sein das das Papier farblich sich unterscheidet.
Ich konzentriere mich bei dem Abgleich aber nicht an dem exaktem Weißton des Papiers, sondern an der Farbe der Tinte.

 

Ich hoffe ich kann euch mit diesen Tests einen kleinen Überblick über die verschiedenen Tinten bieten. Vielleicht findet Ihr ja eine für euch interessante Tinte.
Die vorgestellten Tinten entstammen übrigens meinem eigenen, großem Fundus von Tinten sowie Produkten von Sponsoren.

  1. Und nebenbei mache ich meinen Vater noch eine Freude. Denn der Lamy Safari war ein kleines Geschenk von ihm. Ihm, der die Safaris liebt und preist, und ich, der bisher keinen besaß und mir eher andere Füller kaufte.
  2. für die meisten Tinten hier die Norm
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