J. Herbin Poussière de lune - Mondstaubviolett

Die Firma J. Herbin ist nicht unbedingt allen bekannt. Aber sie existiert seit 1670 und stellt Siegellack und Tinten her. Hier die Vorstellung der “Poussière de lune”, oder in Deutsch: “Mondstaubviolett”.

So manch einer hat sicher schon von J. Herbin gehört. Aber nicht alle. Was eigentlich schade ist, denn hier gibt es eine große Auswahl von Tinten. Neben der normalen, umfangreichen Kollektion gibt es noch eine Sonderserie.
Hier geht es aber um die Farbe die im deutschen als Mondstaubviolett verfügbar ist.
Ich stelle mir hier nur die Frage, wie Mondstaub aussieht. Welche Farbe hat dieser? Grau?
Eine kurze Suche ergab: er kann sogar Orange sein. Aber das ist nicht die Farbe dieser Tinte.

Übrigens kommen alle normalen J. Herbin-Tinten in einem 30ml Tintenfass daher, welches vorne eine Mulde aufweist. Zum Ablegen des Stiftes. Hergestellt werden die Tinten in Frankreich, der Heimat von J. Herbin.

Die Farbkarte

J. Herbin Mondstaubviolett FarbkarteWie man nun unschwer erkennt, ist das “Poussière de lune” ein Farbton des violetten Bereiches. Warum? Weil J. Herbin es so will, wahrscheinlich. Eine Referenz auf lila oder violetten Mondstaub kenne ich nicht.
Aber das ist ja effektiv auch egal. Es geht um die Farbe und diese braucht nun einmal einen Namen.
Wie man erkennen kann, ist dieser Farbton ein dunkles violett.

Das Tintenformular

J. Herbin poussière de lune - Tintenformular

Hier zeigt sich das die Wirkung dieser Tinte sehr stark vom Füller abhängt. Die M-Feder des Lamy lässt die Farbe sehr leicht wirken, während die B-Feder einen sehr starken Eindruck hinterlässt. Ich hatte die Tinte auch schon in anderen M-Feder-Füllern und muss sagen, das diese dort auch schon stärker wirkt. Also deutlich vom Füller abhängig.
Wer eine wasserfeste Tinte sucht, wird hier leider nicht fündig. Die Tinte lässt sich vom Wasser komplett auflösen, wie man beim Test mit dem Wassertropfen sieht. Es bleibt leider kein ursprünglicher Strich mehr sichtbar, es verläuft komplett. Auch reagiert die Tinte auf ein feuchtes Verwischen, hier bei einem feuchten Finger.
Allerdings hat Ihr der Tintenlöscher nichts ausgemacht, ausser einer leichten Verwischung. Diese ist aber so leicht, das die im Scan nicht sichtbar ist.

Ein Ausfransen oder Durchbluten konnte ich nicht feststellen, auch wenn diese Tinte hier deutlicher auf der Rückseite bei dem Stift 2 zu sehen ist. Kein richtiges durchscheinen, ein durchahnen vielleicht.  Der Wassertropfen lässt die Tinte dann aber deutlich auf der Rückseite sichtbar werden. Allerdings aufgrund des guten Papiers auch kein Durchbluten, nur deutliches durchscheinen.

Fazit

Diese Tinte gefällt mir. Ich bin eigentlich kein Fan von Violett, aber irgendwie mag ich dieses “Mondstaubviolett”. Nur der Name irritiert mich, wenn ich darüber nachdenke. Weiß jemand wieso Herbin diesen Namen wählte oder gewählt haben könnte?

Diesen Farbton kann ich mich auch gut vorstellen als Tintenfarbe eines gewissen Albus Dumbledore. Wobei ich nicht weiß ob in den Harry Potter Büchern je erwähnt wird in welcher Farbe der Schulleiter von Hogwarts seine Briefe schreibt.

Aber wie oben schon geschrieben ist hier der Eindruck, den die Tinte hinterlässt, sehr vom Füller abhängig. In meinen Augen mehr als bei manch anderen Tinten.

Tinte des Monats ist eine Beitragsreihe in der jeden Monat eine andere Tinte vorgestellt wird.
Durch die immer gleiche Ausführung dieser Vorstellung soll ein Vergleich der Tinten erleichtert werden.

 

Author

Ein Freak von Papier, Stiften und Tinten. Aber ein wenig verrückt muss man ja sein.

2 Kommentare

  1. Was den Namen betrifft, kann ich ein wenig helfen. In der Pressemappe des Herstellers heißt es; Es ist die Farbe der Nacht, wenn sie ein einziger Mondstrahl leicht beleuchtet. Allerdings muss man bei Herbin mit den Farbbezeichnungen allgemein sehr vorsichtig sein: Die Farbe “Kakao” zum Beispiel wirkt bei weitem nicht so braun, wie der Name vermuten ließe, sondern eher grau.

  2. Chris Reply

    Ich habe das mit den Farbbezeichnungen schon oft erlebt, nicht nur bei J. Herbin. Und ich werde sicher auch davon noch einige vorstellen.

    Aber J. Herbin hat so einige Farben dessen Name ich nicht unbedingt passend finde. Zum Beispiel auch das “Rouille d’ancre”, oder auf deutsch: rostbraun. Aber gerade das Mondstaubviolett ist so fremd vom Namen her schon. Da hätte es ja sein können das das irgendwie aus der Literatur oder so ein Begriff ist den ich nicht kenne.

Reply To Chris Abbrechen

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