Die Firma Hahnemühle ist eine feste Größe im Kunstbereich. Mit dem Bereich „FineNotes“ kommen nicht nur zwei Notizbücher speziell für das edle Schreiben, sondern auch deren Versuch im Schreibwarenbereich wieder Fuß zu fassen.

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Die Hahnemühle existiert nachweislich seit 1584. Seit dieser Zeit werden in Niedersachsen Papiere von Hahnemühle hergestellt. Den Namen Hahnemühle gibt es aber wohl erst seit 1886 für diese Mühle, da die Familie Hahne dann die Mühle übernahm.
Bis Anfang des 19. Jahrhunderts wurden als kleiner Hersteller hauptsächlich Schreib- und Dokumentenpapiere hergestellt. Mittlerweile ist Hahnemühle eine feste und bekannte Größe im Bereich der technischen Papiere für die Filtration und Papiere für Künstler. Der Schreibwarenbereich wurde kaum noch bedient.

Das soll sich aber nun ändern.
Die Firma Hahnemühle hat Anfang dieses Jahres den Bereich „FineNotes“ offiziell eröffnet. Dieser Bereich ist der Bereich für das edle Schreiben.
Und dass sie es ernst meinen, sieht man gleich an den ersten Produkten, die es in diesem Bereich gibt.

Im Fine Notes gibt es aktuell zwei verschiedene Notizbücher in unterschiedlichen Farben, sowie drei Schreibgeräteserien.

Freundlicherweise war die Firma Hahnemühle so nett mir die Notizbücher für ein ausführliches Review zur Verfügung zu stellen. Vielen Dank dafür.
Und nicht nur das. Auf dem YouTube-Kanal verlose ich in dem Video hierzu drei dieser Notizbücher. Schaut also mal rein.

iconic deckel 1024x683 - Hahnemühle FineNotes - Manuscript und Iconic

Das Hahnemühle Manuscript und das Hahnemühle Iconic

Die beiden neuen Notizbücher in dem Bereich „FineNotes“ heißen Manuscript und Iconic. Es handelt sich bei beiden Notizbüchern um Bücher in A5 und es gibt sie in mehreren Farbvarianten.

All diesen Büchern sind ein paar Eigenschaften gleich: Sie haben 192 Seiten mit dem Hahnemühle FineNotes 100g/m² Papier. Dieses Papier besitzt ein Wasserzeichen, den Hahnemühle-Hahn mit Schild. Das Papier wird als tintenfest deklariert (was wir natürlich weiter unten testen) und die Notizbücher besitzen eine dotted Lineatur. 

Geliefert wird das Notizbuch mit einer Bauchbinde, auf dessen Rückseite diese Eigenschaften auch noch mal vermerkt sind.
Im Inneren finden wir jeweils auf dem Vorsatzpapier, so heißt das Papier auf der Rückseite des Deckels, eine Art Logo mit dem Hahnemühle-Logo. Die nächste Seite bietet dann Platz für die ersten kleinen Notizen. Entweder seine Adresse, oder Hinweise an sich über den Inhalt des Buches.
Das nächste Blatt hat dann eine Skizze der alten Mühle und einen Text über Hahnemühle selber. Auf dessen Rückseite geht es direkt mit der Lineatur los.

Die Notizbücher besitzen keine Seitennummerierung. Ein Zeichenband, wie diese Lesebänder unter Buchbindern heißen, ist jeweils vorhanden. 

Unten auf der Rückseite des Notizbuches prangt als einzige Verzierung jeweils  die Prägung des Hahnemühle-Schriftzuges.

Das Hahnemühle Manuscript

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Das Hahnemühle Manuscript gibt es in den Farben Grau, Schwarz, Salbeigrün, Beige und Dunkelblau. Wir haben es hier mit einem Softcover-Notizbuch zu tun, dessen Einband aus Recycling-Leder hergestellt wurde. Es ist mit einer Saffiano-Prägung versehen.

Die Kante des Einbandes ist nicht umgearbeitet und leicht rau, aber dennoch angenehm in der Haptik.

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Das Vorsatzpapier ist hier ein relativ glattes Papier.

Geliefert wird das Manuscript eingeschweißt.

Das Hahnemühle Iconic

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Das Hahnemühle Iconic gibt es in zwei Farben: Schwarz und Taupe.
Es wird in einer stabilen Box geliefert, auf der in metallic geprägt der Name prangt. Außerdem noch das Hahnemühle-Logo mit Schriftzug und dem Text „Premium Notebook“.

Im Inneren befindet sich, in Seidenpapier eingeschlagen, das Notizbuch. Zum leichteren Herausheben des Notizbuches befindet sich ein Band im Karton.

Das Iconic hat einen Echtledereinband. Die Kanten hiervon sind ebenfalls nicht umgearbeitet oder vernäht. Hier sind die Kanten sauber rund poliert. Die Haptik ist hier sehr angenehm.

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Im Inneren ist, im Unterschied zum Manuscript, ein anderes Papier als Vorsatzpapier genutzt worden. Es ist ein strukturiertes Papier, welches edler und stabiler wirkt.

Das Papier

Der wichtigste Faktor für ein Notizbuch ist natürlich das Papier. Dies gilt besonders dann, wenn man mit einem Füllfederhalter schreibt. Gerade der Füllfederhalter mit den Tinten hat seine besonderen Anforderungen.
Das Papier wurde laut Hahnemühle aber genau dafür entwickelt. Es soll tintenfest sein. Sie wollen bewusst dem Schreibwarenbereich, genauer gesagt dem „edlen Schreiben“, das Papier bieten. 

Deshalb habe ich dies Papier besonders unter die Lupe genommen.

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Als Erstes fällt dabei natürlich das Wasserzeichen auf. Es ist in regelmäßigen Abständen auf dem Papier, aber nicht in einer speziellen Position.  Wie sollte es auch anders sein, es handelt sich dabei um einen Hahn mit Schild, wie wir es in einer moderneren Version als Logo von Hahnemühle finden.

Bei dem Papier handelt es sich um Papier mit einer Grammatur von 100g/m². Damit ist dies natürlich eines der schwereren und dickeren Papiere im Notizbuchbereich.
Die Grammatur ist ein wichtiger Faktor. Ein höher gewichtigeres Papier hat es natürlich leichter, dass Tinte nicht durchscheint. Auch im Durchbluten ist es ein wenig einfacher. Allerdings ist ein höheres Gewicht dafür keine Universallösung. Es ist aber auch ein wichtiger Faktor für einen selber. Die Haptik und das Gewicht eines Papiers beeinflussen, wenn auch oft unbewusst, die eigene Meinung von dem Papier. Und jeder hat da eine andere Meinung. Manch einer mag dünnes Papier, anderen wirkt dickeres Papier ein wenig wertvoller.

Aber was Papier natürlich hier ausmacht, ist die Tintenfestigkeit.

Ich habe diese auf einem von der Firma Hahnemühle bereitgestellten A4-Papier getestet. Und auch im Notizbuch selber.

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Gleich vorweg: Das Papier ist sehr gut.

Getestet habe ich mit verschiedenen Tinten und verschiedenen Füllern. Natürlich kann man nicht alle möglichen Kombinationen testen, aber einige der getesteten Kombinationen ist schon recht anspruchsvoll.
Das bedeutet aber: Es kann immer Kombinationen geben, die nicht so wie hier gezeigt auf dem Papier agieren. Das ist generell bei jedem Papier so.

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Aber bei keiner der Test könnte ich ein Ausfransen/Feathering feststellen. Das ist natürlich schon ein wichtiger Punkt. Denn es wirkt einfach nicht gut.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist das Durchbluten. Das Bleedthrough.
Es gibt eigentlich kein Papier, das da komplett gegen gewappnet ist. Kleine Stellen können bei den besten Papieren durchbluten. Bei schlechten Papieren geht dies natürlich wesentlich stärker und großflächiger. 

Hier in den Tests kam dies natürlich auch vor. Fast nie und nur in geringen Punkten. Das ist ein hervorragendes Ergebnis. Auch im direkten Vergleich mit anderen guten und gerne genutzten Papieren.

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Als letzter Punkt ist natürlich das Durchscheinen ein Faktor. Wenn man auf der Rückseite das Papier die Vorderseite problemlos lesen kann, ist es schwer diese noch zu beschreiben. Genauer gesagt ist es dann schwer etwas auf der Rückseite geschriebenes zu lesen.
Auch hier macht sich das Papier hervorragend. Die hohe Grammatur hilft hier natürlich auch ein wenig.

Zum Vergleich habe ich hier einmal ein paar Bilder beigefügt.
Es handelt sich dabei um das Hahnemühle FineNotes 100g/m², Tomoe River mit 52 g/m², Rhodia mit 90g/m² und Oxford OptikPaper mit 90g/m².

Die Hahnemühle Fine Notes Notizbücher

Also, was kann man zu den Notizbüchern sagen? 

Ich halte das Papier von Hahnemühle für sehr gut. In den Tests, die ich gemacht habe, schlug es sich hervorragend und zeigt, dass die Firma Hahnemühle hier ein gutes Papier entwickelt hat für Füller.

Es ist ein 100g/m²-Papier und damit natürlich dicker als andere Papiere. Bei gleicher Dicke hat ein Notizbuch daher eventuell weniger Seiten.
Aber die Haptik eines dickeren Papiers ist meines Erachtens sehr angenehm. Ich kann mit so dünnen Papieren nicht viel anfangen. Wobei natürlich zu dick auch nicht gut ist, aber das ist das Hahnemühle-Papier nicht.

Bei beiden Versionen, also dem Manuscript und dem Iconic, sind die Einbände angenehm zu biegen und hinterlassen keine unansehnlichen Stellen danach. Auch bleibt das Buch gut aufgeschlagen liegen. Es gibt keinen großen Kampf, damit man überhaupt darin schreiben kann. Ein Umklappen wäre auch problemlos möglich.

Sowohl das Recyclingleder als auch das Echtleder sind sehr angenehm in der Haptik. Und natürlich auch sehr edel verarbeitet.

Oberflaeche details 1024x683 - Hahnemühle FineNotes - Manuscript und Iconic
Einbandoberfläche des Hahnemühle Manuscript (l) und Hahnemühle Iconic (r) im Detail

Zusammen mit dem edlen Papier hat man hier wirklich ein Premium Notebook.

Die Zielgruppe für das Notizbuch ist aber sicherlich nicht jemand, der kurze Notizen in dem Buch macht. Sondern es ist für Wichtigeres gedacht. Wichtige Inhalte in einem edlen Notizbuch.

Preislich sind diese Notizbücher aber leider nicht günstig. Bei dem Manuscript liegt der Preis bei 75 Euro, das Iconic kostet sogar 125 Euro.
Eindeutig nichts für die schnelle Notiz nebenbei.

Wer aber ein hochwertiges Notizbuch für sich sucht, wird hier eindeutig fündig.

Und nicht nur das, es gibt nun auch Schreibgeräte von Hahnemühle. Wie die sind, stelle ich euch später vor, denn sie liegen mir bereits vor und werden gerade getestet.

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Verlosung

Die Firma Hahnemühle war so nett und hat mir  ein paar Exemplare des Manuscript für eine Verlosung zur Verfügung gestellt.  Es gibt aktuell drei Exemplare zu gewinnen. Mehr erfahrt ihr im Video.

Also schaut einfach mal dort vorbei

Mein Dank

Mein Dank gilt der Firma Hahnemühle, die mir die Gelegenheit gibt diese Notizbücher für euch zu testen und ein paar Exemplare zu verlosen. Und mir dafür die Exemplare als Testmuster zur Verfügung gestellt hat.

Offizielle Seite vom Hahnemühle Manuscript
Offizielle Seite vom Hahnemühle Iconic

Video 

Es gibt auf YouTube von mir im Channel auch ein Video-Review zu diesem Füllfederhalter. Schaut einfach mal rein.

cb no thumbnail - Hahnemühle FineNotes - Manuscript und Iconic

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Testmuster Das hier beschriebene Produkt wurde mir vom Hersteller für diese Vorstellung und Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies geschah ohne Vorgaben und ohne Einflussnahme auf den Artikel durch den Hersteller. Die hier geschriebene Meinung, egal ob positiv oder negativ, spiegelt meine eigene Einschätzung wieder.
Author

Ein Freak von Papier, Stiften und Tinten. Aber ein wenig verrückt muss man ja sein.

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