Tinten zu mischen ist immer ein Thema für sich. Eines, welches nicht immer von Erfolg gekrönt ist.
Die Firma Platinum hat eine Tintenserie, bei der sie einem aber quasi dazu auffordert. Mit erhältlichem Mixing Kit.

platinum mixable ink 1024x683 - Platinum Mixable Ink - Mischbare Tinten

Tinten zu mischen kann problematisch sein. Nicht jede Tinte verträgt sich mit der Anderen. Gerade Tinten von unterschiedlichen Herstellern können gemischt sehr merkwürdige Ergebnisse liefern. Und diese muss man nicht mal sofort sehen.
Denn jede Tinte ist unterschiedlich hergestellt. Und die unterschiedlichen Inhaltsstoffe können unterschiedlich reagieren.

Wenige Hersteller haben einen kleinen Hinweis: mischbar. Aber der Hinweis ist mit Absicht kleingeschrieben.

Platinum hingegen hat eine Serie, bei der es ganz groß dabei steht. Sie nennt sich: Mixable Ink.

Ja, diese Tintenserie wird damit beworben, dass man diese mischen kann und soll. Diese Serie besteht aus neun verschiedenen Farben, die man einzeln erwerben kann und auch einem kaufbaren Mischset.

Das Platinum Mixable Ink Sortiment

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Die Tinten gibt es in den 60ml und den 20ml Tintenfässchen. Im Karton, in dem die Tintenfässchen kommen, befindet sich auch jeweils ein kleiner Flyer mit allen verfügbaren Farben und einer kleinen Mischtabelle. Damit man grobe Anhaltspunkte hat was für Ergebnisse man mit welchen Tinten erreichen kann.
Interessanterweise ist der Tintenname nur auf dem Karton vorhanden. Die Tintenfässchen kommen ohne Unterscheidung. Wer hier Probleme hat, kann sich natürlich die auch in dem Flyer genutzten Abkürzungen mit einem nicht-abwischbaren Stift auf dem Tintenfass notieren. Aber das sollte eigentlich nicht nötig sein. Selbst, wenn man alle neun verschiedenen Tinten hat, kann man diese noch recht gut auseinanderhalten. Man sollte dies aber nicht in einer dunklen Umgebung versuchen. 

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Die verfügbaren Farben sind: Smoke black (SB), Aqua blue (QB), Aurora blue (AB), Silky purple (SP), Cyclamen pink (CP), Flame red (FR), Earth brown (EB), Sunny yellow (SY) und Leaf green (LG).

Das Mischset ist keine Voraussetzung, um die Tinten mischen zu können. Das kann man auch ohne dieses Set problemlos. Allerdings ist dieses Set eine nette Sache. Hier drin befindet sich noch einmal eine kleine Anleitung wie das Mischen mit diesem Set geht. In Japanisch und Englisch. Außerdem gibt es hier eine Verdünnungsflüssigkeit. Wenn man die Farbe aufhellen möchte, ist das die Lösung. Man bekommt außerdem zwei kleine, einfache aber gut funktionierende, Pipetten mit Markierungen für 1 -3 ml. Und ein leeres Plastikfläschchen (60 ml) in dem man seine angemischte Tinte für die weitere Verwendung aufbewahren kann.

Aber so weit zu dem was man aus und für diese Serie alles bekommen kann.

Das große Mischen

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Ich habe mich natürlich mit Freude an das Experimentieren gemacht. Das Mischen geht mit den mitgelieferten Pipetten sehr gut. Sie sind aber natürlich nicht übermäßig genau. Es reicht für die meisten Anwendungen aber. Und wer es genauer möchte, kann auch gerne kleine Spritzen dafür verwenden.

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Die Farbtabelle, die im Flyer abgedruckt ist, ist natürlich nur ein Anhaltspunkt für das Ergebnis, welches man erreichen möchte. Und zwar werden hier die Farben im Verhältnis 1:1 angegeben. 

Die selber gemischten Farben weichen von den gedruckten ab. Aber dies ist völlig normal, schließlich können im Druck Füllfederhalter-Tinten nicht benutzt werden und es gibt daher leichte Näherungswerte. Das muss auch nicht sein, schließlich soll uns diese Mischtabelle nur einen Hinweis geben, wie wir mischen können.

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Denn hier sind der Kreativität kaum Grenzen gesetzt. Man kann sich die ideale Wunschfarbe zusammen mischen. Einen exakten Farbton hinzubekommen, wie man ihn vielleicht woanders schon hat, kann natürlich etwas schwieriger sein. Zum Beispiel die Tinte exakt auf die Schaftfarbe des Lieblingsfüllers abzustimmen. Aber, wenn man sich exakt notiert was man benutzt hat, um diese Farbkombination zu erreichen, kann man diese später auch wieder anmischen. Man sollte nur natürlich genau genug sein.

Und ja, es kann auch Spaß machen damit einfach zu experimentieren. Nicht nur zwei verschiedene Farben zu mischen, sondern auch drei. Oder das Ergebnis ein wenig durch den Verdünner aufhellen, was übrigens sehr gut klappt.

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Die größte Schwierigkeit dabei ist eher, dass man der angemischten Tinte nicht sofort die Farbe ansieht. Das erkennt man am besten, wenn man den aktuellen Versuch mit einer (natürlich sauberen) Glasfeder kurz anschreibt. Um dann weiter an genau dieser Mischung zu arbeiten. Und bei dem Experimentieren kann man auch erst einmal nur in Tropfen arbeiten, nicht in Millilitern. So verbraucht man nicht gleich zu viel Tinte. Sobald man dann den Farbton gefunden hat, den man erreichen wollte,  kann man mehr Tinte in dem ja sicher notierten Mischungsverhältnis anmischen.

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Mir hat das Experimentieren Spaß gemacht. Und es sind dabei Tintenkombinationen herausgekommen die mir durchaus gut gefallen. Und die ich vielleicht auch noch mal nachmischen und intensiver nutzen werde.

Die Tinten sind übrigens gut nutzbar. Und natürlich für Füllfederhalter geeignet. Dabei ist es dann egal, ob die Tinte gemischt wurde, im Lieferzustand ist oder verdünnt wurde.

Author

Ein Freak von Papier, Stiften und Tinten. Aber ein wenig verrückt muss man ja sein.

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