J. Herbin 1670 rouge hematite Titelbild

Die Tinte J. Herbin 1670 rouge hematite sollte eigentlich nur ein Jahr lang produziert werden. Und schuf effektiv eine eigene kleine Serie.

J. Herbin wollte mit einer besonderen Tinte feiern. Also schuf man die 1670 Tinte. Besondere Tinte. Mit einem Schimmereffekt und in einem besonderen Flakon präsentiert.
Sie kam so gut an, das man sich entschied die Produktion fortzusetzen und mit weiteren Farben aus der 1670er eine Serie zu machen.

Die Farbkarte

tdm 1670 rouge hematite - J. Herbin 1670 rouge hematite

Der Blick auf die Farbkarte zeigt es schon: es ist eine Schimmertinte. Der rote Farbton der Tinte wurde ein goldfarbener Schimmer hinzugefügt. Dieser ist natürlich deutlicher, je mehr Tinte auf einen Fleck kommt. Also die Schattierungen beim Schreiben bringen hier dann unter Umständen auch einen stärkeren Schimmer.  Aber auch sonst ist bei diesem Hämatitrot die Schattierung beim Schreiben schön anzusehen.

Das Formular

tdm 1670 rouge hematite formular 213x300 - J. Herbin 1670 rouge hematite

Das Formular zeigt sehr schön den etwas dunkleren, roten Farbton der Tinte. Dem Namen nach soll es hier ja um das Hämatitrot gehen, also einem leicht ans blutrot angelehnter Farbton. Ich finde, das man auf jeden Fall einen schönen Farbton getroffen hat.
Der Schimmereffekt tritt auch sehr schön auf und gibt jedem Blickwinkel ein neues Farbenspiel. Die Farbe wirkt im Schriftbild nicht langweilig durch die Schattierungen und dem unterschiedlich starkem Schimmer. Sie schreibt sich sowohl mit einer M als auch einer B-Feder sehr gut.

Im Verhalten zeigt sich die Tinte als allgemein sehr gutmütig, kann aber bei schlechtem Papier und starkem Tintenauftrag schon durchdrücken. Leider braucht die Tinte etwas Zeit zum Trocknen und ist sehr anfällig für Wasser.
Ein Wassertropfen löst die Tinte komplett auf, ein Schatten der Schrift bleibt aber durch den Schimmer erhalten. Tintenlöscher verwischen die Tinte wie normales Wasser.

Fazit zu der J. Herbin 1670 rouge hematite

Schimmertinten sind natürlich Geschmackssache. Aber die 1670 rouge hematite ist eine Schimmertinte, die schon sehr lange am Markt erhältlich ist, und immer noch gut ankommt. Das Schriftbild ist auch ohne den Schimmereffekt sehr gut.

Was natürlich noch für die Tinte spricht, ist die Aufmachung. Hier kommt die Tinte in einem besonderen Flakon. Mit Wachssiegel vorne auf dem Tintenglas und der Schraubverschluss hat auch noch einmal eine Wachskappe.
Diese Tinte schreibt nicht nur gut, sie ist ein echter Hingucker selbst im Glas.

Nicht umsonst war die Tinte damals so gefragt und kann sich heute immer noch gut halten am Markt.

Gerade durch die Besonderheiten der Tinte, der Schimmer und das sehr exklusive Auftreten im Glas, eignet sich diese Tinte natürlich auch ideal als Geschenk. Und sei es an einen selber.

Der Rotton gefällt mir persönlich sehr gut. Er ist nicht zu kräftig, aber hat eine klare Farbe. Ich finde ihn sehr gut getroffen für den Namen.

Und wer nun überlegt was der Hämatit, der silbrig glänzende Stein, mit rot zu tun hat, sollte sich nur mal den anderen Namen überlegen: Blutstein.
Denn gerade wenn der Hämatit geschliffen wird ist dieser Name sehr deutlich. Das zum kühlen verwandte Wasser färbt sich rot.  Hämatit besteht aus Eisenoxid. Es ist auch einer der Bestandteile des Farbpigmentes Rötel. So silbrig glänzend man den Hämatit also kennt… man kann mit ihm sehr gut das rot verbinden.

Gerade für die besondere Korrespondenz ist dies sicher eine Tinte die man in die engere Wahl ziehen kann. Allerdings ruhig vorher einmal prüfen ob die Tinte sich mit dem Papier verträgt. Es klappt aber meistens.

Was aber wichtig ist, wie bei allen Schimmertinten: das Tintenglas sollte man vor dem Befüllen des Füllers gut schütteln. Und den Füller regelmäßig reinigen.

Tinte des Monats ist eine Beitragsreihe, in der jeden Monat eine andere Tinte vorgestellt wird. Durch die immer gleiche Ausführung dieser Vorstellung soll ein Vergleich der Tinten erleichtert werden.

Author

Ein Freak von Papier, Stiften und Tinten. Aber ein wenig verrückt muss man ja sein.

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