Die Lange Nacht des Schreibens fand dieses Jahr am 27.06. statt. Und es war die bisher dritte Lange Nacht des Schreibens überhaupt.

Die Idee dieses Events, welches deutschlandweit stattfindet, ist das Schreiben und den Spaß am Schreiben zu fördern.
In ganz Deutschland beteiligen sich Unternehmen und bieten zum Beispiel Workshops an. Workshops zu den unterschiedlichsten Themen rund um das Schreiben.

Gestartet wurde die Lange Nacht des Schreibens von der Initiative Schreiben e. V. um eben die Handschrift und das Schreiben mit der Hand zu fördern. Eine nette Idee wie ich finde.

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Und immer mehr Firmen und Geschäfte bieten solche Workshops an.
Worum es in den jeweiligen Workshops genau geht, ist den einzelnen Unternehmen überlassen. Aber es sind immer Aktionen, bei denen der Teilnehmer was lernen kann. Normalerweise von Experten in Ihrem Fach. Je nach Workshop kann eine Teilnahmegebühr fällig werden. Aber dies ist es normal wirklich wert.

Ich war zu dieser Langen Nacht des Schreibens eingeladen worden von der Firma MiaSkribo.

MiaSkribo ist ein Versandhandel aus Köln, der sich auf eine feine aber sehr gute Auswahl von Schreibgeräten, Tinten und Papier sowie dazugehörige Accessoires spezialisiert hat.

Als Versandhandel hat MiaSkribo zwar keinen Laden vor Ort, in dem man sich inspirieren lassen kann, allerdings kann man eine Beratung buchen. Bei denen im Büro oder ganz komfortabel bei sich Zuhause, jedenfalls wenn man in Köln wohnt. Das ist mal ein Service, den ich noch nicht erlebt habe.
Und wenn man nicht in Köln wohnt bleibt natürlich die Beratung über das Internet.

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Und in den Geschäftsräumen von MiaSkribo fand nun zur Langen Nacht des Schreibens ein Workshop zum Thema Brushlettering mit der Künstlerin Ana Luiza statt. 

Und zwar keine Workshops mit riesiger Teilnehmermenge wo man Glück haben kann überhaupt was zu verstehen, sondern ein Workshop in kleiner Runde. Maximal sechs Leute konnten sich anmelden.
Okay, ich muss genauer sein: es waren mehrere Workshops, die hintereinander über den Tag verteilt angeboten wurden, der Erste bereits um 13 Uhr. Sogar einer speziell für Kinder.

Somit konnte man bei MiaSkribo sich eine Zeit heraussuchen die einem am besten gefiel. Um dann in kleiner Runde zu starten.

Die Künstlerin Ana Luiza, studierte Grafikdesignerin, beschäftigt sich seit einigen Jahren mit dem künstlerischen Gestalten von Schrift und hat dabei schon für einige namhafte Firmen gearbeitet. Aber nicht nur das, sie bietet auch eigene Workshops an.

Die Workshops bei MiaSkribo waren natürlich nur ein kleiner Einblick in das Thema. Die normalen Workshops von Ana Luiza dazu sind länger. Aber auch hier konnte man viel mitnehmen und bekam einen schönen Einblick und einen guten Start in das Thema Brushlettering.

Gestartet wurde mit einer kleinen Vorstellungsrunde. Wer ist wer und warum ist er hier? Und dann ging es mit der Spitzfeder los.

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Nun kann man mit einer Spitzfeder natürlich kein Brushlettering betreiben. Das ist klar. Allerdings bekommt man einen Eindruck von der Varianz der Schrift. Wie durch Druck der Strich breiter wird und wie man mit ganz wenig Druck feine Linien zeichnen kann.
Das ganze diente als kurzer Einstieg um dann zu den Calli.Brushs von Online zu greifen. Der kurze Abstecher zur Spitzfeder vorher war sicher ein guter Einstieg für viele. Denn genau diese Druckveränderung fällt ja doch einigen schwer.
Und Ana Luiza war stetig dabei zu erklären, zu helfen und Tipps zu geben.

Und damit der Workshop auch richtig gut funktioniert haben einige Hersteller diesen Unterstützt. Ein kleines Goodie-Bag, welches jeder Teilnehmer bekommen hatte, enthielt dann auch noch mal Kleinigkeiten von Cleo Skribent, Online, Otto Hutt und MiaSkribo.
So hat man nicht nur einen lehrreichen und lustigen Workshop verbracht, sondern hatte auch noch zu Hause ein wenig was zu probieren.

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Für mich war dieser Workshop sehr interessant. Ich kann mit einem Füllfederhalter ja recht gut umgehen. Und die Haltung so eines Füllers ist für mich schon automatisch drin. So stört es mich auch recht wenig, ob es nun eine M, Stub oder gar eine OBB oder ähnliches als Feder Verwendung findet. Mit der Kalligrafie hatte ich immer ein paar Schwierigkeiten, die aber nicht aus der Haltung des Federhalters herrührten. Da hatte mir das Buch von Natascha Safarik gute Hilfe geleistet.

Bei dem Brushlettering war aber nun genau diese „starre“ Haltung des Stiftes, die ich von Füllern und Spitzfeder gewohnt war, genau mein Problem. Dank diesem Workshop bin ich auch da nun einen riesigen Schritt weiter. Aber so etwas bekommt man eben am besten in einem Workshop mit, wo die Workshop-Leitung sich die Zeit nehmen kann jedem Teilnehmer zu helfen und Tipps zu geben. Und das tat Ana. Sie hatte einen guten Überblick über die Übungen von uns allen und stand jedem mit einem Tipp und Hilfen zur Seite.

Der Workshop, bei dem ich war, war sehr unterhaltsam. Nicht nur lehrreich, sondern wirklich unterhaltsam. Es wurde ein wenig gefachsimpelt, erzählt, und auch gelacht. Es hat mir sehr viel Spaß gemacht.

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Aber nun ist die Lange Nacht des Schreibens 2019 ja schon einen Augenblick lang vorbei. Ich kann nur empfehlen bei der Langen Nacht des Schreibens 2020 zu schauen was bei euch in der Nähe angeboten wird. Und macht einfach mal mit. Selbst wenn es vielleicht nicht unbedingt das Thema ist, bei dem Ihr schon ewig auf einen Workshop wartet. Manchmal wird man ja auch überrascht und lernt, dass man ein Thema bisher völlig falsch eingeschätzt hat.

Vielen Dank an Ana Luiza und MiaSkribo für diesen tollen Workshop und die Einladung.

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Ein Freak von Papier, Stiften und Tinten. Aber ein wenig verrückt muss man ja sein.

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