Die Firma Octopus fluids hat eine große Auswahl an Tinten für Füllfederhalter am Markt. Eine davon ist die Sepia schwarz, die ich diesen Monat im Test als Tinte des Monats vorstelle.

octopus fluids sepia schwarz 1024x683 - Octopus fluids - Sepia schwarz - Tinte des Monats

ACHTUNG
Zu diesem Test existiert ein neuer Artikel. Das hier beschriebene Problem ist behoben.

Aus dem großen Sortiment der Octopus fluids-Tinten stammt auch die sepia schwarz. Ein für mich vielversprechender Name. Denn Sepia nennt sich die Tinte, die der Tintenfisch zur Abwehr einsetzt. Und vom Menschen für viele Dinge, zum Beispiel zum Färben von Stoffen aber auch als Tinte zum Zeichnen verwendet wurde.
Schließlich heißt der Tintenfisch nicht umsonst Tintenfisch. 1

In der Fotografie ist der Name Sepia auch als Filter bekannt, der das Altern von Fotos nachempfindet, denn diese dunkelten früher sepiafarben nach.

Die Octopus fluids Sepia Schwarz kommt in einem Tintenfass mit 30 ml Fassungsvermögen, ist aber auch in einer Großpackung mit 250 ml erhältlich.

Die Farbkarte

octopus fluids sepia schwarz farbkarte 1024x718 - Octopus fluids - Sepia schwarz - Tinte des Monats

Die Farbkarte zeigt, für manch einen vielleicht überraschend, dass die Sepia schwarz gar nicht schwarz ist. Sondern ein sehr dunkles Braun. Ein Schwarzbraun. Dies entspricht durchaus dem Ursprung.

Und sie zeigt auch das Spektrum des Shadings, das mit dieser Tinte hinzubekommen ist. Bei dem geteilten Farbmuster auf der linken Seite sieht man sehr schön wie hell die Tinte sein kann, aber auch wie dunkel bei sehr starkem (oder hier doppelten) Auftrag.

Das Formular

octopus fluids sepia schwarz formular 727x1024 - Octopus fluids - Sepia schwarz - Tinte des Monats

Das Formular zeigt uns bei genauerer Betrachtung eine Überraschung. Aber darauf werde ich genauer im Fazit eingehen.
Es zeigt uns aber auch eine lebendige Schrift. Das Shading dieser Tinte ist angenehm ohne ins Auge zu stechen. Also so, wie es eigentlich sein soll. Wie zu erwarten ist das Shading bei der M-Feder ein wenig besser zu sehen als bei der B-Feder, aber bei beiden ist es vorhanden und verleiht der Schrift Lebendigkeit.

Ein Tintenlöscher hat bei dieser Tinte keinerlei Wirkung, außer vielleicht ein wenig die des feuchten Verwischens. Denn hier kann sich die Tinte leicht anlösen und verwischen. Aber nicht sehr.
Die Octopus fluids Sepia Schwarz reagiert auch wie erwartet auf einen Wassertropfen.

Octopus-Tinten sind in meinen bisherigen Tests, egal ob hier öffentlich oder privat, eher feucht. Und neigen dadurch auch eher zum Durchbluten. Dies kommt hier auch vor. Die Tinte ist, was das angeht schon wählerisch ans Papier.
Die absolute Überraschung, leider negativer Art, ist aber das Ausfransen. Denn wenn hier eine gewisse Menge Tinte auf einem Punkt auf dem Papier ist, neigt diese sehr schnell auszufransen. Und dies trat sogar bei dem hier verwendeten Gohrsmühle-Papier auf. Doch dazu gleich mehr in dem Fazit,

Fazit der Octopus fluids sepia schwarz

Das Fazit fällt mir dieses mal recht schwer. Denn dieses Ausfransen ist eine Überraschung für mich.
In meinen bisherigen Tests (auch privaten) von Octopus-Tinten haben die sich alle als bisher recht gut bewiesen. Sie mögen zwar im Normalfall kein schlechtes Papier, aber da haben wir was gemeinsam. Auf Gohrsmühle haben sich alle Tinten aber bisher sehr gut benommen.
Und nun zeigt die Sepia schwarz hier mit der B-Feder ein Ausfransen. Bei der M-Feder kaum zu beobachten, aber eben mit der B-Feder doch deutlich.
Das ist für mich unerwartet. Und natürlich nicht schön. Denn nicht nur auf Gohrsmühle mit der B-Feder trat dieses auf, auch bei der Farbkarte ist dies leicht zu sehen. Und diese wird mit Glasfeder beschrieben.

Es wirkt ein wenig auf mich wie ein Produktionsfehler. Wäre es ein Auto spräche man vom Montagsmodell. 


Ich habe daraufhin mit Octopus telefoniert. Die übrigens auch von dem Ergebnis des Tests nicht erfreut sind. Nicht an dem Test selber, sondern darüber, wie Ihre Tinte sich in dem Test verhalten hat. 2

Ich habe diese Tinte bereits vor einiger Zeit bekommen. In einem Paket mit mehreren Tinten von Octopus direkt.
Man teilte mir mit, dass kurz vor der Zusendung eine Umstellung der Rezeptur stattfand, um das Ausfransen der Tinte einzuschränken.
Eine Möglichkeit wäre nun ein Fehler im Lager, so das eine Tinte mit der alten Rezeptur einen Weg in den Bestand fand und an mich ging.
Das ist natürlich auch möglich.
Ärgerlich, aber möglich.

Ich möchte und kann euch aber das aktuelle Ergebnis natürlich nicht vorenthalten. So hat sich die Tinte in dem Test nun einmal verhalten.
Ich bekomme aber nun noch einmal ein neues Tintenfass zugeschickt, und werde es testen. Wenn sich dieses besser verhält, werde ich dies hier natürlich berichten. 

Denn der Farbton gefällt mir sehr gut. Ich mag Sepia einfach.
Das Shading ist angenehm. Und auch das restliche Verhalten der Tinte ist gut.

Mit trocken schreibenden Füllfederhaltern und natürlich kleineren Federbreiten ist die Tinte auch in diesem Zustand durchaus nutzbar. Man sollte aber vor wichtigen Schreiben damit dann einen Test mit dem Papier und dem Füllfederhalter durchführen.

ACHTUNG
Zu diesem Test existiert ein neuer Artikel. Das hier beschriebene Problem ist behoben.

Tinte des Monats ist eine Beitragsreihe, in der jeden Monat eine andere Tinte vorgestellt wird. Durch die immer gleiche Ausführung dieser Vorstellung soll ein Vergleich der Tinten erleichtert werden.
Testmuster Das hier beschriebene Produkt wurde mir vom Hersteller für diese Vorstellung und Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies geschah ohne Vorgaben und ohne Einflussnahme auf den Artikel durch den Hersteller. Die hier geschriebene Meinung, egal ob positiv oder negativ, spiegelt meine eigene Einschätzung wieder.
  1. Allerdings dreht es sich hierbei um den Echten Tintenfisch. Dieser gehört zur Ordnung der Sepien und heißt wissenschaftlich Sepiida.  Man merkt den Ursprung des Namens “Sepia”, oder?
  2. Das zeigt mir, dass die Firma wirklich daran interessiert ist, eine gute Tinte herzustellen. Das gefällt mir durchaus.
Author

Ein Freak von Papier, Stiften und Tinten. Aber ein wenig verrückt muss man ja sein.

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