Beim Schreiben ist nicht nur der Stift entscheidend. Eine genauso große Rolle spielt das Papier. Deswegen schaue ich mir einmal das Hanfpapier im Hempa Notizbuch an. 

Hempa notizbuch 1

Wenn man mit dem Füller schreibt, ist einem normal bewusst, dass ein gutes Schreiberlebnis von dem Füller, bzw. der darin verbauten Feder, der Tinte und dem Papier abhängt.

Aber im Normalfall ist es immer normales Papier aus Holzfasern. Manchmal vielleicht schon recycelt. 

Dabei gibt es aber eben das Problem, dass Holz ein wertvoller Rohstoff ist.
Hier versucht Hempa anzusetzen.
Denn Hempa stellt Papier aus Hanf her. Und daraus bestehende Produkte wie einen Kartenblock und ein Notizbuch.
Sie stellen mehr Produkte her, auch A4 Papier, aber die beiden Produkte habe ich für einen Test zur Verfügung gestellt bekommen.

Hanfpapier – Der Vorteil

Hanf ist ein Rohstoff, der bereits früher in vielen Produkten genutzt wurde. Und damit meint man natürlich nicht eine eventuell berauschende Funktion.
Denn mit Hanffasern lassen sich einige Produkte herstellen. Und Hempa nutzt diese Fasern, um daraus Papier herzustellen.

Nach Angaben von Hempa kann aus einer Ernte viermal so viel Papier hergestellt werden wie bei Holz. Ein deutlicher Vorteil. Und nicht nur das. Holz braucht Jahre, um so weit zu sein. Hanf kann mehrfach pro Jahr geerntet werden.

Bindung 1

Aber nicht nur das, Hanfpapier kann, aufgrund längerer Fasern, angeblich häufiger recycelt werden. Außerdem braucht man wohl weniger chemische Mittel zum Bleichen der Fasern, da diese eh heller sind als bei Holz.

So gesehen ist Papier aus Hanf sinnvoll. 

Aber wie macht sich das Papier mit dem Füller und anderen Stiften?

Das Hempa Notizbuch und Kartenblock

Das Hempa-Notizbuch hat 104 Seiten mit jeweils 120 g/m² Hanfpapier. Eingebunden in einen Deckel aus schwerem Karton und mit offenem Rücken. Sieht man die Bindung.   Und das sorgt auch dafür, dass das Buch beim Öffnen flach offen liegen bleibt.

Der Buchdeckel ist geprägt mit verschiedenen Wörtern.
Am Anfang des Notizbuches ist eine Seite mit “Buchanfang” bedruckt, wobei der Bestandteil “hanf” unterstrichen ist.

Der Kartenblock ist im Format 10×15 cm. Und umfasst 12 Blatt 320 g/m² Papier aus Hanf. Und als Besonderheit sind die Blätter hier mit einer Leimbindung oben und unten versehen. 

Das Papier und Stifte

Papier für sich finde ich interessant. Aber wichtig ist natürlich, wie das Papier mit Stiften genutzt werden kann. Und deshalb habe ich das Hanfpapier mit verschiedenen Stiften getestet.
Das waren ein paar Füller unterschiedlicher Federbreite. Und andere Stifte wie Marker oder einen Pilot Parallel Pen.

Und das Papier macht sich hier sehr gut. Es gibt nur ein ganz leichtes Feathering, also Verlauf der Tinte, bei starken Tintenaufträgen. Und auch das ist absolut in Ordnung. Also zum Beispiel bei dem Pilot Parallel Pen trat es ganz gering auf.
Die Schrift scheint nur minimal durch das 120 g/m² Papier. Bei dem 320 g/m² Papier, das von der Art natürlich ansonsten identisch ist, sieht man gar nichts durch.
Aber dieses Durchscheinen ist absolut im Rahmen.

Fazit

Alles in allem gefällt mir das Papier. Es ist angenehm in der Haptik mit einer rauen Oberfläche. Nicht das typische Füllerpapier. Aber das ist das Hempa-Hanfpapier auch nicht. Die Grammaturen von 120 und 320 g/m² deuten dies ja an. Hier dürfte sicherlich auch der Künstlerbereich besonders im Augenmerk stehen. Aber das 120er Papier ist natürlich auch für das Schreiben von ganz besonderen Sachen interessant. Zum Beispiel als A4-Bogen.

Hempa 120

Was man aber bedenken muss: Das Papier ist noch recht teuer. Die Auflage ist natürlich deutlich kleiner, als das von den üblichen Papiermühlen hergestellte übliche Papier.
Aber es ist nachhaltiger. Und damit natürlich besonders interessant.

Für Füller und die anderen Stifte eignet sich das Papier. Auch wenn man natürlich nie für alle Füller- und Tintenkombinationen sprechen kann, hat das Papier hier sehr gut reagiert. Und ich denke, es sollte sich für die meisten Füller-Kombinationen eignen.

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TestmusterDas hier vorgestellte Produkt wurde mir vom Hersteller für diese Vorstellung und Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies geschah ohne Vorgaben und ohne Einflussnahme auf den Artikel durch den Hersteller. Die hier geschriebene Meinung, egal ob positiv oder negativ, spiegelt meine eigene Einschätzung wieder.
Author

Ein Freak von Füller, Papier, Tinten und anderen Stiften. Aber ein wenig verrückt muss man ja sein. Sogar so verrückt, dass es mittlerweile einen YouTube-Kanal gibt. Schau doch einach mal rein.

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