Die Firma Otto Hutt ist bekannt für ihre Schreibgeräte, weniger für ihre Füllertinte. Und das ist eigentlich schade.

otto hutt gold dust tdm 1024x682 - Gold Dust von Otto Hutt - Tinte des Monats

Fünf verschiedene Tinten hat die Firma Otto Hutt im Programm. Neben den bekannten Schreibgeräten. Und hier möchte ich euch die Tinte mit dem klingenden Namen “gold dust” zeigen. Es handelt sich hierbei um eine Schimmertinte.

Leider hat bei diesem Tintentest mein “Stift 2” zu viele Probleme gemacht. Daher wurde der Pelikan Pura durch den Pelikan P200 (ja, die Patronen-Version des M200) für diesen Test ersetzt. Die Feder sollte aber nahezu identisch sein, daher bleibt die Vergleichbarkeit der Texte erhalten. Da der P200 aber keine Probleme macht, bei gleicher Feder und Technik, gehe ich davon aus, dass dies nicht an der Tinte liegt, sondern an dem Füller. Er hat vorher schon so seine Eigenheiten gezeigt.

Die Farbkarte

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Auf der Farbkarte sieht man sehr schön das Rot dieser Tinte. Und auch den Schimmereffekt durch die in der Tinte enthaltenen Partikel.

Einen Verlauf der Intensität des Farbtones, der uns ja ein interessantes Shading verspricht, ist hier zu sehen.

Allerdings habe ich das Gefühl bekommen, dass die in der Tinte enthaltenen Partikel sich sehr schnell absetzen. Stärker als ich es bisher gewohnt war.

Das Formular

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In dem Formular sehen wir wie gewohnt das genaue Verhalten der Tinte. Sowohl mit der M- als auch der B-Feder wirkt die Schrift durch das Shading lebendig. Auch sind die in der Tinte enthaltenen Partikel über die gesamte Schrift verteilt.

Mit der etwas breiter schreibenden B-Feder des Pelikan P200 haben wir hier auch, wie zu erwarten, einen leicht dunkleren Farbton.

Je nach verwendetem Papier zeigt die Tinte vereinzelt ein Durchbluten. Etwas stärker bei der B-Feder als bei der M-Feder, aber auch hier tritt dieses Verhalten auf.
Ein Ausfransen konnte ich aber bei normaler Schrift nicht feststellen.

Die “gold dust” reagiert teilweise auf Feuchtigkeit. Also sie lässt sich feucht Verwischen, der Wassertropfen löst die Tinte komplett an, und der Tintenlöscher sorgt auch für ein feuchtes Verwischen. Allerdings scheinen die Partikel davon eher nicht betroffen. Bei dem Wassertropfen bleibt leider kein Schatten der Tinte erhalten, allerdings kann man hier den original Strich durch die in der Tinte enthaltenen Partikel weiterhin erahnen.

Fazit

Die “gold dust” von Otto Hutt trägt einen eindrucksvollen Namen. Und dieser ist durchaus gerechtfertigt. Die Partikel schimmern und vermitteln den Eindruck als wäre hier Goldstaub mit dabei.
Allerdings kommt man bei dem Namen nicht auf den roten Grundton. Auf der Webseite der Firma Otto Hutt wird die Tinte neben “gold dust” auch schlicht “Gold” genannt. Diesen Namen finde ich dagegen schon irreführend.

Ich hatte bei der Erstellung der Farbkarte übrigens das Gefühl, dass sich die Partikel sehr schnell absetzen. Gefühlt schneller als bei anderen Tinten dieser Art. Dies kann natürlich täuschen.
Gemerkt hatte ich dies als ich nach dem Schreiben mit der Glasfeder noch das Farbmuster erstellen wollte. Hier war dann im fertigen Muster sehr wenig Partikel auf der Karte.

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Ich habe daher noch einmal eine zweite Karte erstellt und hier vor dem Farbmuster die Tinte noch einmal ordentlich durchgeschüttelt. Hier ist die Partikel-Verteilung deutlicher und eher vergleichbar zur Schrift.

Ob mir das nur bei dieser Tinte auffiel oder diese Tinte wirklich etwas schneller sich absetzt, kann ich nicht genau sagen.
Für das Schreiben mit dem Füllfederhalter ist dies aber auch nicht wichtig.

Wenn man vor dem Aufziehen der Tinte diese ordentlich durchgeschüttelt hat kommen genug Partikel mit in den Füllfederhalter. Und diesen muss man vor der Benutzung auch nicht schütteln. Durch die Haltung des Füllers kommen ausreichend Partikel mit in die Schrift.

Lediglich, wenn man mit der Glasfeder oder einem Federhalter schreiben möchte, sollte man dies bedenken.

Wie bei jeder Tinte mit Partikel gilt natürlich auch hier: regelmäßiges Reinigen des Füllfederhalters ist wichtig.

Die Tinte schreibt sich aber sehr gut und problemlos. Der Farbton ist, für mich, angenehm. Die Kombination Rot mit den goldfarbenen Partikeln wirkt sehr gut.
Es ist aber durch die Partikel natürlich eher keine Tinte für den Alltagsgebrauch. Sondern für besondere Anlässe oder für Akzente.

Tinte des Monats ist eine Beitragsreihe, in der jeden Monat eine andere Tinte vorgestellt wird. Durch die immer gleiche Ausführung dieser Vorstellung soll ein Vergleich der Tinten erleichtert werden.
Testmuster Das hier beschriebene Produkt wurde mir vom Hersteller für diese Vorstellung und Test kostenfrei zur Verfügung gestellt. Dies geschah ohne Vorgaben und ohne Einflussnahme auf den Artikel durch den Hersteller. Die hier geschriebene Meinung, egal ob positiv oder negativ, spiegelt meine eigene Einschätzung wieder.

Author

Ein Freak von Papier, Stiften und Tinten. Aber ein wenig verrückt muss man ja sein.

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