1798 amethyste de loural - Die neue Jacques Herbin 1798 "Améthyste de l'Oural"

Die neue Tinte von Herbin kommt im September 2017 auf den Markt. Hier werfe ich jetzt schonmal einmal einen Blick auf diese neue Tinte die ab nächsten Monat verfügbar sein soll.

Ab und an kommt mal eine neue Tinte auf den Markt. Und natürlich möchte diese Tinten etwas bieten was andere Tinten bisher noch nicht geboten haben. Sei es nun einen speziellen Farbton oder andere Eigenschaften.

Und natürlich sind da auch die “Jahrestinten”. Entweder wirklich als limitierte Edition für ein Jahr, wie zum Beispiel die Pelikan Edelstein-Tinten, oder eine besondere Serie wird jedes Jahr um eine neue Tinte erweitert. Wie zum Beispiel die J. Herbin 1670er Serie.
Aber nun bringt Herbin eine zweite Serie dieser Art auf dem Markt. Die Jacques Herbin 1798er Serie.

Warum “1798”?

1798 ist das vorletzte Jahr der Französischen Revolution. Aber das ist nicht der Grund. Sondern in diesem Jahr führte Jacques Herbin, Familienmitglied in der vierten Generation, Tinten in das Sortiment von Herbin ein. Nach der Gründung 1670 war dieser Schritt ein weiterer großer Schritt in der Firmengeschichte. Auch wenn dieser Schritt erst 128 Jahre nach Firmengründung erfolgte, ist die Tintenproduktion von Herbin damit heutzutage eine der Ältesten.
Und um diesen Umstand gebührend zu würdigen, gibt es nun die 1798 “Améthyste de l'Oural”.

1798 flakon klein - Die neue Jacques Herbin 1798 "Améthyste de l'Oural"

Aber nun zur Tinte

Die Tinte wird in dem von der 1670er Tinte bereits bekannten Flakons kommen. Auch hier wieder mit einem Wachssiegel, das die Jahreszahl 1798 prägt und einer Wachshülle über dem Verschluss. Anders als bei der 1670er wird es hier aber wohl ein kleines Etikett geben, das auf die Farbe hinweist. Auch wenn dies bei den 1670ern bisher kein Problem war diese zu unterscheiden.

Der Name “Améthyste de l'Oural” verrät schon den Farbton: ein dunkles violett. Denn “Améthyste de l'Oural” bedeutet nichts anderes als “Amethyst vom Ural”1. Und ein Amethyst hat nun einmal eine recht deutliche dunkelviolette Färbung.

Um die 1798er Tinte noch weiter aufzuwerten sind hier kleine silberne Partikel enthalten durch die die geschriebene Tinte schimmert. Die Tinte ist also wirklich ein absoluter Hingucker.

Beispielfotos

1798 detail - Die neue Jacques Herbin 1798 "Améthyste de l'Oural"

1798 detail2 - Die neue Jacques Herbin 1798 "Améthyste de l'Oural"

Wie ihr sehen könnt, ist es gar nicht so einfach den Schimmer der Tinte einzufangen. Aber gerade im Licht und mit leichter Bewegung ist es deutlich zu sehen, selbst bei der Schrift mit einer M-Feder zeigt sich ein angenehmer Schimmer.

Die Verpackung

Leider hat der Paketdienst das Paket noch, in dem das volle Set mit Verpackung und richtigem Flakon enthalten ist. Deswegen hier nur ein offizielles Foto.

Die Pappverpackung zeigt sich, meiner Meinung nach, deutlich edler als die der 1670er Verpackungen.  Der Flakon ist, wie oben schon erwähnt, identisch. Bis auf den Aufkleber.

Aber auch so macht sich die Tinte im Flakon auch toll als Hingucker in der Vitrine oder dem Schreibtisch.

1798 Flakon mit Verpackung - Die neue Jacques Herbin 1798 "Améthyste de l'Oural"

Die Nutzung

Wichtig ist bei einer Tinte mit Partikeln natürlich, dass man die Tinte im geschlossenen Flakon ordentlich schüttelt, bevor man den Füller füllt. Denn sonst hat man kaum Partikel im Füller. Denn leider setzen diese sich am Boden ab.

Aber wenn man die Tinte im Füller hat ist die Nutzung der Tinte problemlos.  Vielleicht mit Ausnahme einer Aufrechten Lagerung des Füllers. Zur Sicherheit kann man natürlich auch den Füller noch mal vorsichtig schütteln, oder besser: vorsichtig hin und herbewegen.

Je mehr Tinte der Füller auf das Papier bringt, desto mehr Partikel können damit natürlich auch auf das Papier gelangen. So hat man dann auch ein ganz besonderes Shading, denn an diesen Stellen können (müssen aber nicht) auch mehr Partikel sein die dann schimmern.

Was wird aus der “1670”?

Da weiß ich leider auch nichts genaues. Vielleicht weiß das noch nicht einmal Herbin. Die Tinten wird es auf jeden Fall erst einmal weiterhin geben. Ob da noch neue hinzu kommen weiß ich nicht. Konnte man mir auch nicht sagen. Vielleicht werden die auch in die 1798 überführt.  Oder die bleiben wie sie sind, und neue werden dann in der Serie “1798” fortgeführt. Das beide Serien gleichzeitig bedient werden erscheint mir unwahrscheinlich. Wäre aber natürlich auch klasse.

Zum Schluss

1798 schluss - Die neue Jacques Herbin 1798 "Améthyste de l'Oural"

Insgesamt ist dies eine tolle Tinte. Der Schimmereffekt ist sehr gut, und mit normalen Füller auch nicht wirklich zu aufdringlich. Sollte man mehr Schimmer haben wollen, muss man die Schrift nachzeichnen, oder einen Füller nehmen, der viel Tinte für die Federstärke auf das Papier bringt.

Der Farbton selber ist angenehm. Ein dunkles Violett das den Farbton eines Amethysten wirklich sehr gut trifft.

Natürlich ist das keine Tinte, mit der man unbedingt einen Brief für eine Bewerbung schreiben sollte (Vielleicht mit Ausnahme von wenigen Berufen). Aber es ist eindeutig eine besondere Tinte, die beim Empfänger schon für Aufmerksamkeit sorgt. Oder sich auch hervorragend als kleines Geschenk für Schreib- und Füllerfans eignet.

Ach ja: Es ist natürlich klar das bei einer Tinte mit Partikeln der Füller häufiger gereinigt werden muss damit der Füller einwandfrei funktioniert.

 

Ich möchte mich hier herzlich bedanken das mir die Tinte vom Hersteller vorab für eine kleine Vorschau zur Verfügung gestellt wurde. Der offizielle Tintentest mit dieser Tinte kommt dann passend im September.

  1. Der Ural ist eine bekannte Fundstätte von Amethysten
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Ein Freak von Papier, Stiften und Tinten. Aber ein wenig verrückt muss man ja sein.

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