Bereits vor einiger Zeit hat die Firma Shion den Drillog entworfen und auf den Markt gebracht. Aber rein für den japanischen Markt. Dann kam die Kickstarter-Kampagne, über die der Drillog für alle verfügbar wurde.

Die Firma Shion war eine Unbekannte im Bereich der Schreibwaren. Es ist keine Marke, die man kennen musste. Das hat sich ein wenig geändert. Denn Shion hat den Drillog entwickelt. Ein Ersatz für Tauchfedern (wie unter anderem Glasfedern), aus präzise gefrästem Edelstahl.
Lange war dieser Stift nur in Japan, dem Herkunftsland von Shion, erhältlich. Aber die Idee des Stiftes hat sich verbreitet und Anhänger in der ganzen Welt gefunden. Darauf hin kam dann die Kickstarter-Kampagne, in der man weltweit einen Drillog bestellen konnte.

Der Drillog angeschaut

DEN Drillog gibt es kaum. Denn Drillog ist ein Baukasten-System. Hier kann man sich die Schreibeinheit und Schaft zusammenstellen. 

Das bedeutet: Man hat die Wahl zwischen zwei verschiedenen Breiten der Schreibeinheit: 0,5 mm und 0,8 mm. Beide Schreibeinheiten haben das unverwechselbare Aussehen, das dem System auch den Namen gab.  Denn die Einheit erinnert sehr stark an einen Bohrer (engl. Drill).

Diese Schreibeinheit wird in den Schaft einfach eingeschraubt.
Auch den Schaft selber konnte man dabei aus verschiedenen Versionen und Farben auswählen.

Ich hatte bei der Aktion eine 0,5 mm  Schreibeinheit bestellt und einen Schaft, der im Mittelteil zwei Schreibeinheiten aufnehmen kann. Eine wie ich finde nette Idee. Außerdem habe ich mir den PenRest den es als Extra gab noch dazu bestellt, sowie den ColorPuddle. Eine Scheibe mit einigen eingefrästen Vertiefungen, die Tinte aufnehmen kann, um diese dann leicht mit dem Drillog aufnehmen zu können.

Der Drillog in der Benutzung

Natürlich ist es aufgrund dieses Baukasten-Systems etwas schwer, genauer zu sagen, wie der Stift in der Hand liegt. Denn das ist natürlich von dem gewählten Schaft abhängig.
Bei dem von mir gewählten Schaft habe ich zwei Kappen. Denn in das Mittelteil kann ich ja zwei Schreibeinheiten einsetzen. Mit einer abgenommenen Kappe ist der Drillog für meine recht großen Hände doch ein wenig klein. Aber die abgenommene Kappe kann man hinten aufschrauben. Und dann liegt er gut in der Hand. Das Mittelteil lässt sich gut greifen.

Das Schreibgefühl ist eigen. Wer bereits mit einer Glasfeder geschrieben hat, kennt dies. Denn so eine Feder kennt keinen Flex. Sie ist starr. Im Falle einer Glasfeder sogar leicht zu brechen.
Der Drillog schreibt sich gut. Er gleitet nun nicht über das Papier wie eine gute Feder. Aber er kratzt auch nicht.

Mein Fazit vom Drillog

Gleich vorweg: der Drillog ist absolut präzise gearbeitet. Auch in den Detailaufnahmen sieht man die Präzision, mit denen sowohl die Schreibeinheit als auch der Schaft gefertigt sind.
Sowohl optisch als auch haptisch echt ein schönes Stück.

Das Schreibgefühl ist gut. Es ist natürlich kein Füller. Man darf das Schreibverhalten nicht vergleichen. Aber man kann ihn mit einer Glasfeder vergleichen. Und hier schreibt er sich gut.
Manchmal hilft es, den Drillog ein wenig zu drehen, um noch mehr Tinte zu bekommen, die sonst womöglich „festhängt“ und nicht wie gewollt zur Spitze läuft.

Aber es gibt ein paar Punkte, die mir nicht so gefallen. Zum einen hatte ich anfangs Probleme, dass die Schreibeinheit nicht gut Tinte aufgenommen hat. Und effektiv kaum schrieb. Das hat sich aber schnell gelegt.
Was aber geblieben ist, ist, dass man nicht so wirklich viel schreiben kann. Nicht so viel, wie ich erhofft hatte.
Und meiner Meinung nach auch nicht so viel wie beschrieben war.
Dass man natürlich keine Romane schreiben kann, ist klar. Aber ich hatte ein wenig mehr erwartet. Erst recht bei einer Strichbreite, die man mit einer F-Feder vergleichen kann.
Das dämpft bei mir ein wenig die Lust am Drillog.

Versteht mich nicht falsch. Mir gefällt er immer noch. Aber ich hatte ein wenig mehr erwartet. Das war vielleicht falsch.
Für meine Zwecke ist er aber immer noch ausreichend. Denn ich wollte einen Ersatz für Glasfedern haben. Einen Ersatz, der ein wenig stabiler ist. Den ich auch notfalls mal mitnehmen kann.
Die Spitze der Schreibeinheit ist natürlich aufgrund der Dünne immer noch empfindlich. Aber bei Weitem robuster als eine Glasfeder. Und zum anderen gibt es ja eine Kappe, die diese Spitze schützt.

Technische Daten

Gewicht

Komplett: 26 g
Kappe: 4 g
Mittelteil: 10 g
Schreibeinheit: 8 g

Durchmesser

Kappe: 10,5 mm
Mittelteil: 12,2 mm

Länge

geschlossen: 12,1 cm
mit einer Kappe: 11 cm
aufgesteckte Kappen: 15,3 cm

Video

Es gibt auf YouTube von mir im Channel auch ein Video-Review zu diesem Füllfederhalter. Schaut einfach mal rein.

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Author

Ein Freak von Füller, Papier, Tinten und anderen Stiften. Aber ein wenig verrückt muss man ja sein.

Sogar so verrückt, dass es mittlerweile einen YouTube-Kanal gibt. Schau doch einach mal rein.

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